Themen-Schwerpunkte

Wissen, klar strukturiert.

Fünf Themen-Cluster bündeln unsere Bildungsinhalte rund um algorithmischen Handel — von den Grundlagen bis zur Marktstruktur. Sachlich erklärt, ohne Empfehlungen.

Cluster 1

Grundlagen

Algorithmischer Handel bedeutet, dass Kauf- und Verkaufsentscheidungen nicht von Hand getroffen werden, sondern nach vorab festgelegten Regeln von einer Software. Die Regeln beschreiben, wann eine Position eröffnet, angepasst oder geschlossen wird.

  • Regel statt Bauchgefühl. Jede Entscheidung folgt festen, vorher definierten Bedingungen.
  • Automatisch heißt nicht fehlerfrei. Auch eine Regel, die konsequent befolgt wird, kann in bestimmten Marktphasen Verluste erzeugen.
  • Grundbegriffe. Position, Hebel, Spread und Drawdown sind das Handwerkszeug, um Strategien einordnen zu können.

Cluster 2

Expert Advisors

Ein Expert Advisor (EA) ist ein Programm für die Handelsplattform MetaTrader, das die Regeln einer Strategie in Code umsetzt. Er überwacht Kurse, prüft Bedingungen und kann Orders selbstständig ausführen.

  • Was ein EA leisten kann. Rund um die Uhr nach denselben Regeln arbeiten — ohne Ermüdung und ohne Emotionen.
  • Was er nicht kann. Unvorhersehbare Ereignisse erkennen oder Verluste ausschließen.
  • Worauf es ankommt. Nachvollziehbare Regeln, klare Schutzmechanismen und eine realistische Einordnung von Testergebnissen.

Cluster 3

Risikomanagement

Risikomanagement umfasst alle Regeln, die mögliche Verluste begrenzen sollen — etwa über Positionsgrößen, Verlustgrenzen oder Absicherungen. Es kann Verluste begrenzen, aber nicht verhindern.

  • Hebel. Er vergrößert Gewinne und Verluste gleichermaßen.
  • Drawdown. Der zwischenzeitliche Rückgang vom bisherigen Höchststand des Kontos — ein zentraler Maßstab für das Risiko einer Strategie.
  • Positionsgröße und Verlustgrenzen. Sie bestimmen, wie stark sich ein einzelner Verlust auf das Konto auswirkt.

Cluster 4

Statistik & Backtests

Ein Backtest spielt eine Strategie mit historischen Kursdaten durch und zeigt, wie sie sich in der Vergangenheit verhalten hätte. Er ist ein Werkzeug, um Regeln zu prüfen — keine Vorhersage.

  • Überanpassung (Overfitting). Werden Regeln zu genau auf vergangene Daten zugeschnitten, sehen die Ergebnisse besser aus, als sie künftig sein können.
  • Realistische Annahmen. Datenqualität, Spreads, Gebühren und Slippage beeinflussen das Ergebnis erheblich.
  • Die richtigen Kennzahlen. Maximaler Drawdown und die Dauer von Verlustphasen sagen oft mehr aus als die Rendite.
Vergangene Wertentwicklung — auch aus Backtests und Simulationen — ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Cluster 5

Marktstruktur

Kurse entstehen aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Wie schnell und zu welchem Preis eine Order ausgeführt wird, hängt von der Liquidität des Marktes und vom Zeitpunkt des Handels ab.

  • Liquidität. Wie viele Käufer und Verkäufer gleichzeitig aktiv sind — sie beeinflusst Spreads und Ausführung.
  • Handelszeiten. Rund um Marktöffnungen, wichtige Nachrichten oder nach dem Wochenende können Kurse springen (Gaps).
  • Spread und Slippage. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs sowie Abweichungen bei der Ausführung.

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und Bildung. Sie stellen keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

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